Die meisten Produkte, die mit Gesundheit zu tun haben, verraten das schon, bevor man sie benutzt: glänzendes Hartplastik, kühles Weiß, ein Klickgeräusch beim Öffnen, das an eine Schublade im Behandlungszimmer erinnert. Bei Oxionix haben wir uns früh gefragt, ob das wirklich sein muss. Eine Box, die täglich auf dem Nachttisch oder in der Küche steht, muss sich nicht wie ein medizinisches Gerät anfühlen, nur weil sie eine medizinische Aufgabe übernimmt.
Also haben wir angefangen, Materialien zu testen – mehr, als uns anfangs lieb war. Glänzendes Hartplastik wirkte günstig und kalt, egal wie hochwertig die Verarbeitung war. Eine gummierte Soft-Touch-Beschichtung fühlte sich im ersten Moment angenehm an, zeigte nach ein paar Wochen Gebrauch aber Fingerabdrücke und kleine Abnutzungsspuren, die dem Objekt schnell etwas Unordentliches gaben. Dazwischen lagen etliche Muster, die wir in die Hand genommen, wieder weggelegt und neu bewertet haben.
Wo wir inzwischen gelandet sind: ein mattes, leicht strukturiertes Verbundmaterial in einem warmen, gedeckten Ton, das sich eher nach einem gut gemachten Alltagsgegenstand anfühlt als nach einem Hilfsmittel. Wir lassen gerade mehrere Prototypen daraufhin laufen, wie sich die Oberfläche bei täglichem Reinigen und über Monate hinweg verhält, bevor wir sagen, dass die Entscheidung endgültig ist.
Dahinter steckt für uns ein größerer Gedanke: Dinge, die man jeden Tag anfasst, sollten einen nicht an das erinnern, wofür sie eigentlich da sind. Gute Gestaltung kann genau das leisten – nicht, indem sie etwas versteckt, sondern indem sie zeigt, dass Sorgfalt für die eigene Gesundheit genauso selbstverständlich aussehen darf wie jeder andere gut gemachte Gegenstand im Haushalt.